Der Kopf sagt Ja, der Bauch ist skeptisch

Machen Sie sich gelegentlich auch Gedanken, ob die Digitalisierung Segen oder Fluch ist? Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Der Kopf sagt, dass die wahrscheinlich totale Digitalisierung so oder so komme und dass man die Entwicklungsschritte mitmachen müsse. Mein Bauch hingegen gibt mir regelmässig Signale, die in die andere Richtung gehen: Das Handling wird immer komplexer. Wir werden zunehmend fremdbestimmt und abhängig. Und die ganze Sicherheit ist überhaupt nicht gewährleistet.

Die „Wahrheit“ liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte zwischen, was mein Kopf heute weiss und mein Bauch mir signalisiert. Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass es eine Annäherung an das absolut Mögliche geben wird. Bestimmt wird es Rückschläge geben, aber die Systeme werden verbessert. Was man aber immer brauchen wird ist der gesunde Menschenverstand: zuerst denken und dann handeln.

Das Internet der Dinge

Mit der sukzessiven Umstellung aller Systeme von analog auf digital wird die Digitalisierung für alle Beteiligten der Wertschöpfungskette eine Herausforderung. Der IST-Zustand ist erst der Anfang. Das Internet der Dinge wird unseren Alltag bestimmen. Privat und beruflich. Es wird eine Verlagerung von Aufgaben und Ressourcen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette geben. Investitionen müssen getätigt werden in; Arbeitsmittel, Arbeitsmethoden und in die Weiterbildung. Lebenslanges Lernen wird noch wichtiger.

Misstöne und andere Kuriositäten

Jetzt landen wir gedanklich in der Gegenwart. Aktuell beschäftigt mich nämlich die Frage, was heute die Vor- und Nachteile der Digitalisierung für KMU sind, im Speziellen ist es die Präsenz in online Medien. Unbestritten bieten online Medien viele Vorteile, um sich potenziellen Kunden zu präsentieren. Nur müssen diese „richtig“ eingesetzt werden.

Bin ich im Internet unterwegs so stelle ich fest, dass immer mehr KMUs auf mehreren Social Medias „klippern“. Mich erstaunt nicht, dass es getan wird, sondern wie es getan wird. Da werden die Klaviertasten ziemlich willkürlich und emotionslos runter gedrückt. Nach dem Motto: „Ach, jetzt haben wir grad einen Beitrag, also spülen wir ihn in das online Universum hinaus.“ Mein Bauchgefühl zuckt dann jeweils zusammen und mein Verstand befürchtet, dass daraus keine harmonische Melodie resultieren wird, die dem angestrebten Image entspricht oder die Qualitätsversprechen untermauert.  

Ob sich die Verantwortlichen über die Konsequenzen im Klaren sind? Da bin ich mir nicht ganz sicher. Denn wenn es so wäre, dann würden sie besser und lustvoller spielen. Wie auch immer. Die Konsequenzen des „Geklippers“ werden sein; ein gravierender Imageverlust! Und das weiss ich mit Sicherheit. Das sagt mir mein Sachverstand.

Mir ist digital nicht egal, ich hoffe Ihnen auch nicht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen liebe Leserinnen und Leser dieses Beitrages, spannende Zwiegespräche mit Ihrem Kopf und Bauch. Falls Sie darüber hinaus, mit jemandem zum Thema „das Internet der Dinge“ diskutieren oder sich austauschen möchten, dann freut mich ihre Kontaktaufnahme unter affolter@plus-media.ch oder 062 723 90 90.